Warum Pflege keine Ernüchterung ist, sondern die Bedingung dafür, dass Lust wiederkommen darf

Warum Pflege keine Ernüchterung ist, sondern die Bedingung dafür, dass Lust wiederkommen darf auf fixxckmaschine69.de

Hygiene und Wartung klingen nach dem Ende der Erregung, nach Küche und Desinfektion, nach dem Moment, in dem der Körper noch offen, nass und nach Takt verlangt, während der Verstand schon an Keime, Silikonporen und Motorengehäuse denkt; genau dieser Gegensatz ist falsch, weil ein Gerät, das nach der Session in Film, Puder, Haar und unklarem Geruch liegen bleibt, beim nächsten Mal nicht mehr als Versprechen wirkt, sondern als Risiko, und weil der Körper das merkt, lange bevor ein Abstrich es bestätigt. Wer eine Sexmaschine wiederholt einsetzen will – vaginal, anal, über Stunden, in Serien, zu zweit, mit wechselnden Aufsätzen –, braucht Oberflächen, die sich nicht in Bakterienreservoirs verwandeln, Dichtungen, die Feuchtigkeit nicht ins Innere lassen, und eine Routine, die so selbstverständlich wird wie Gel auf die Eichel. Pflege ist deshalb kein Widerspruch zur Lust, sondern deren Infrastruktur: Derselbe Schaft, der gleichmäßig stößt, darf danach nicht nach gestern riechen, derselbe Ring, der den Beckenboden geweitet hat, darf keine mikroskopischen Risse tragen, in denen sich Biofilm festsetzt, und derselbe Motor, der die zweite Welle getragen hat, darf nicht korrodieren, weil Spritzwasser und Gleitgel in Lüftungsschlitze gelaufen sind. Ausführlich beleuchtet heißt hier: Materialien, Reinigungsmittel, Reihenfolge, Trocknung, Lagerung, gemeinsames Nutzen, Infektionszeichen, Elektronik, Verschleiß und der erotische Gewinn von Vertrauen in ein sauberes Gerät.

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